Jetzt wirst Du dich zu Recht fragen, wie das eigentlich sein kann. Eine der ungern erwähnten Faktoren ist der Umstand, dass der Euro im Jahre 2008 mit den höchsten Stand zum USD erreicht hatte mit ca. 1,60€/$. Aktuell stehen wir nur noch bei 1,18€/$, nachdem der Tiefststand 2022 nach Beginn des Ukrainekriegs bei lediglich 0,96€/$ lag. Hier haben die europäischen Politiker ganze Arbeit geleistet, den Euro noch schneller verfallen zu lassen als den US-Dollar. In Euro sieht die Entwicklung des Ölpreises schon deutlich anders aus: Ölpreis in Euro
Erfindung neuer Steuern
Auf der steuerlichen Seite befindet sich ein weiterer wichtiger Faktor. Hier hat sich auch einiges getan, wenig verwunderlich erneut nicht zum Vorteil der Bevölkerung. Damals gab es noch keine CO2-Steuer, die nun mit 15-20ct/L zu Buche schlägt und auf alles zusammen kommt oben drauf natürlich noch die Mehrwertsteuer. Wer den eigentlichen Mehrwert davon hat, dürfte klar sein. Damit hat der Steueranteil pro Liter bei Benzin von ca. 0,90 auf 1,20€ zugelegt und bei Diesel von 0,75 auf 1,05€. Mittlerweile „darfst“ Du also pro getankten Liter 30cent mehr an den Staat abdrücken.
Davon sind indirekt auch die Fahrer eines Elektroautos betroffen. Der Strom wird nach wie vor zu knapp einem Viertel aus Erdgas hergestellt und bis die bunt verpackten und weit gereisten Produkte im Supermarktregal gelandet sind, ist eigenes an Diesel auf dem Transportweg verbrannt worden, ganz zu schweigen vom Energieeinsatz beim Anbau und der Verarbeitung.
Gegenmaßnahmen der Regierung verpuffen wirkungslos
Ernsthafte und einfache Bemühungen zur Senkung der Spritpreise sind allenfalls in anderen Ländern der EU zu erkennen. Hierzulande wird ein eventueller Preisvorteil schnell vom bürokratischen Mehraufwand überkompensiert. Die Schaffung einer sogenannten Benzinpreismeldestelle im Jahr 2012, in dem es ebenso deutliche Preissteigerungen zu verzeichnen gab, hat nachweislich nichts gebracht. Das folgende Video zeigt sehr anschaulich den aktuellen Steueranteil am Spritpreis und wie der Bürger subtil in Richtung öffentliche Verkehrsmittel gesteuert wird – im wahrsten Sinne des Wortes. Ein Interesse an sinkenden Spritpreisen ist von Seiten der Regierung also nachweislich nicht zu erkennen:
Dirk Müller - Rekordpreise an der Zapfsäule
Warum berichten wir darüber? Solange wir noch glauben, es wird trotz allem schon irgendwie so weitergehen und der Staat doch nur mein Bestes will, bewegen wir uns nicht und schon gar nicht Richtung Menschsein.
Daher nutze die sich allmählich zuziehende Schlinge, um konkrete Schritte zur Reduzierung Deiner Abhängigkeiten von diesem sich selbst zerstörenden System zu unternehmen.
Herzlich,
Patrick (Teilnehmer Simplonik-Kolleg)