Wann haben Sie das letzte Mal den Zufall entscheiden lassen?
Wann haben Sie das letzte Mal den Zufall entscheiden lassen?

BegriffserklärungEindeutiger Austausch und klares Denken

Insbesondere wenn es um Psychologie geht, herrscht in unserer wissenschaftlichen Zeit eine erstaunliche Begriffsverwirrung, was die Wortinhalte betrifft. Die folgende Erläuterung der wesentlichen Begriffe soll dem optimalen Verständnis der Simplonik dienen.

B

Bewusstsein, Randbewusstsein, Unterbewusstsein – Das große Bild
Am ehesten kann man sich die Struktur von Bewusstsein und Unterbewusstsein mit einem Zwiebelschalen Modell vorstellen. Im Kern ist der Brennpunkt der Aufmerksamkeit und je weiter man sich von diesem Brennpunkt der Wahrnehmung entfernt, umso schwieriger wird es Ereignisse zu erinnern, bis sie letztendlich unterbewusst sind und bleiben.

Bewusstsein
Alles, was Dir über Dein Leben bewusst ist, was Du willentlich jederzeit abrufen kannst.

C

Charakter
Der Charakter ist durch Geburtsort und Zeitpunkt durch die Planetenkonstellation festgelegt. Daher ist er astrologisch berechenbar. Die Besonderheit des Charakters ergibt sich aus der individuellen Mischung von Fähigkeiten, Begabungen, also Talenten. Über den aufrichtig und echt gelebten Charakter schiebt sich beim verunsicherten Menschen die Persönlichkeit.

D

Denken
Andacht, Andenken, eingedenk, Bedenken, erdenklich usw.. Denken ist zunächst die gerichtete Aufmerksamkeit. Sie kann sympathikoton konzentriert auf einen Punkt gerichtet oder parasympahikoton weit geöffnet sein. Folgerichtiges (analoges, naturwissenschaftliches) Denken bedeutet, Sinneswahrnehmungen sammeln, folgerichtig Kombinieren und dann eine Schlussfolgerung formulieren. Eine Fähigkeit, die der Mensch erst erlernen muss, denn Mensch und menschliche Person koppeln zunächst animalisch, und dies während der wenigstens ersten zehn Lebensjahre.

Animalische Kopplung bedeutet auf das Tierreich bezogen: Tiere verknüpfen ohne Sinnprüfung zeitlich parallele Ereignisse, die Auswirkungen auf ihr Dasein haben. In der Natur werden dies tendenziell ausschließlich Ereignisse sein, deren Verknüpfung die Überlebenskompetenz verbessert. Zum Beispiel an einem bestimmten Platz überdurchschnittlich viel Futter oder Wasser zu finden, Wetterschutz zu finden usw. Im Zusammenleben mit dem zivilisierten Menschen entstehen vielfach Kopplungen, die für das Überleben nutzlos sind und dem Tier sogar schaden. Beispiel: Apportieren von Steinen durch Hunde bis zur Zerstörung des Gebisses.

Einzig dem bewusst denkenden Menschen steht die Fähigkeit der Kopplungsprüfung durch das bewusste Denken zur Verfügung. Der Mensch reduziert zur Person verhält sich hingegen lebenslänglich animalisch koppelnd. Das ist die Mehrheit der Gesellschaft. Kritische Prüfung heißt in der Lage zu sein, den sinnvollen Zusammenhang zweier Ereignisse prüfen zu können. So findet im Vorfeld eine Prüfung statt, die eine Kopplung durchaus als unsinnig und wertlos in Bezug auf das eigene Leben verwerfen kann. In der Kindheit und im bisherigen Lebensverlauf entstandene animalische Kopplungen können aufgedeckt, überprüft und somit eine Auflösung angebahnt werden.

E

Ego
Das bewusste ICH ist das, was ich als Mensch meine zu sein - vom Geburtsdatum über die Eltern, bekannte Talente und Fähigkeiten einschließlich meines gesamten Lebenslaufes von der Zeugung bis zum heutigen Tag und letztlich bis zum Tode. Vie- le spirituelle Lehren versuchen dieses ICH zu überwinden. Wozu? Was ich weghaben will, kommt mit dem Gummiband immer wieder zurück. Das Ego will gelebt werden, schließlich wurdest Du aus gutem Grund als der geboren, der Du bist. Du musst sinn- voll und wichtig für das Ganze sein, sonst gäbe es Dich als Mensch nicht. Die Natur ist immer energieoptimiert und vollkommen, das ist ein Naturgesetz. Es kann daher nichts Überflüssiges geben.

Emotion
Das Wort Emotion stammt von „emovere“, was so viel heißt wie, „sich herausbewegen“, „sich aus einer bestimmten Situation herausbewegen wollen“. Ich bin unruhig und angespannt. Ist diese Unruhe stärker, bezeichnen wir sie als Angst und noch stärker als Panik. Im Gegensatz zur Furcht, als natürliche Alarmierung in einer real bedrohlichen Situation, ist die Angst auf ein ungewisses Ereignis in der Zukunft gerichtet. Ob es eintreten wird, ist völlig offen.

Empfindung
Der Mensch hat nur Empfindungen und kennt Furcht, ist also emotionslos und gefühllos. Eine Empfindung könnte sich so ergeben: Ich spaziere durch einen grünen, duftenden, blühenden Wald. Plötzlich empfinde ich eine besonders tiefe unerklärliche Freude in der Situation, in der ich gerade bin. Einfach so. Ich brauche nichts und suche nichts, sondern bin einfach verbunden mit dem, was gerade ist.

F

Fraktale Geometrie
Der Begriff "fraktal" beschreibt Selbstähnlichkeit. Immer wieder dieselben einfachen Formen kombinieren sich zu immer größeren, sich wiederum ähnlichen. Dies folgt exakten, mathematischen Zahlenfolgen. Das unendlich Kleine besteht demnach aus denselben Bausteinen wie das unendlich Große. Die uns umgebende Welt ist daher "nur" komplex, aber nicht kompliziert.

G

Gefühl
Im Unterschied zur Emotion bedeutet das Erleben eines Gefühls, „in“ etwas zu sein. Ich bin „in“ einem Gefühl der Freude oder Trauer. Weitere Abstufungen dieser beiden Grundgefühle wären beispielsweise Heiterkeit, Glückseligkeit, Melancholie, Ärger, Wut oder auch Apathie. Die Gefühlswelt einer Person ist grundsätzlich zielfixiert, das bedeutet, Gefühle sind an bestimmte Vorstellungen und Glaubenssätze geknüpft. Eine typische Erwartungshaltung einer Person wäre beispielsweise: „Ich werde fröhlich sein, wenn ich endlich meine lästigen Rückenschmerzen los bin, oder wenn ich im Urlaub am Strand liege.“

Geist
Hauch, Wind, Atem, Odem. Der Geist entflieht/verlässt uns „man macht seinen letzten Schnaufer, haucht seinen Atem aus…“. Lebensgeister oder Gajst (aus Grimm´s Wörterbuch, siehe auch „Gust“ im Englischen oder „Gast“ im Deutschen), der Wind der das Gesicht erröten lässt. Es ist also die Energie, die uns körperlich leben lässt, die funktionelle Energie, die Körper und Psyche miteinander „verbindet“.

P

Persönlichkeit
Die Persönlichkeit ist die Persona, lateinisch gleich Maske. Der Mensch baut sich immer dann eine Persönlichkeit als Schutzschild auf, wenn er sich seiner selbst unsi- cher fühlt. Er lässt durch sie nur das hindurchtönen (personare, lat. hindurchtönen), was man ihm als gesellschaftlich wertvoll vorgegeben hat. Je mehr der Mensch in sich ruht und durch Selbstvertrauen und Selbstsicherheit gefestigt ist, umso mehr wird sich seine Persönlichkeit auflösen. Zugleich wird er ein echter Charakter.

Psyche
Der Begriff Psyche ist synonym mit den Bezeichnungen Gemüt, Selbst bzw. der Welt der Gedanken und Gefühle. Er ist jedoch abzugrenzen von dem Begriff „Wesen“, da wir nicht wissen, ob wir als Wesen vor der Geburt und nach dem Tod in der uns vertrauten Weise tatsächlich denken und fühlen.

R

Randbewusstsein
Erinnerungen an bewusst erlebte Ereignisse, Fakten, Daten, die man nach Belieben sofort oder mit Verzögerung abrufen kann (z.B. Geburtsdatum, bisherige Adresse, Beruf, Urlaube, eindrückliche Ereignisse) usw.. Sowie Ereignisse/Sinneswahrnehmungen im aktuellen Moment, die registriert aber nicht verarbeitet werden (zum Beispiel höre ich ein herannahendes Auto, verarbeitete diesen akustischen Reiz jedoch nicht und wäre beinahe überfahren worden).

S

Seele
Ein anderes Wort für Wesenskern. Dabei ist mit Wesen die Individualität über das jetzige Leben hinaus gemeint. Die aktuelle irdische Existenz (das Selbst in meinem Sprachgebrauch) ist wie das Wesen eine individuelle Wellenbewegung in einem „sich in alle Richtungen unendlich und ewig ausdehnenden Meer“. Die realen Ozeane liefern eine schöne Analogie. Dieses unendliche und ewige Energiemeer, also das teilchenlose Kontinuum der Physiker, bezeichne ich als die Seele. Dieser spirituelle Begriff weist auf die tiefe Verbindung von allem Existierenden hin. Alles aus Einem und Eines aus Allem.

Wesen und Seele haben sich im Menschsein vorübergehend selbst “vergessen”. “Ich heiße…, wurde geboren da und dann..., bin ein Mensch etc.”, das alles sind Aussagen und Antworten, die aus dem menschlichen Bewusstsein stammen und das Selbst meinen. Für die Zeitspanne meines Lebens auf der Erde glaube ich, das zu sein – nicht falsch, aber eben nicht die ganze Wirklichkeit. Die Seele würde sagen „Ich bin“ jenseits des bekannten Raum- und Zeitbegriffes. Dies steht im Kontrast zum materiellen und aktuellen “Ich bin das!”.

Im Grunde ist das Leben ein allmähliches Wiederentdecken von Wesen und Seele. Jede Erfahrung und jede Ent-täuschung trägt dazu bei. Subjektiv wird es meist am Wachwerden einer weiteren inneren Position neben dem ICH, an der des “teilnehmenden Beobachters” erlebt. Dieser teilnehmende Beobachter ist mindestens das Wesen, also die Individualität über die jetzige Existenz hinaus.

Selbst
Es umfasst die Gesamtheit aller Erlebnisse und Erfahrungen Deines jetzigen Lebens.

U

Unterbewusstsein
Das ist kein „blöder“ programmierbarer Bio-Computer, sondern schlicht und einfach der nichtbewusste Teil Deines Wesens. Hier befinden sich die Anteile Deines bisherigen Lebens (Selbst) und Deines Wesens, auf die Du keinen direkten Zugriff hast. Wenn Du Dir dieser, manchmal auch Schattenanteile genannten, Bereiche nicht bewusst bist, kann es sein, dass Du sie bei anderen bekämpfst. Dann entstehen interessante Kombinationen, wie z.B. der Pazifist, der für den Frieden kämpft.

W

Wahrheit
Eine Wahrheit ist meist nur ein Teil der Wirklichkeit. Es ist das, was von ihr wahrgenommen wird. Die Wahrheit jedes Einzelnen ist geprägt durch seine individuellen Schwerpunkte, die sich aus dem bisherigen Lebensweg ergeben. Die eigene Lebensgeschichte mit allen Vorlieben, Ängsten, Gefühlen, Erfahrungen und Bedürfnissen führt wie auf Schienen dazu, dass nur die Teile der Wirklichkeit wahrgenommen werden, die damit in Verbindung stehen. So entstehen die verschiedenen vielen Wahrheiten (Teilwirklichkeiten) der Menschen.

Wahrnehmung
Die Wahrnehmung ist die Wahrnehmung eines Sinnesreizes durch Sehen, Hören, Riechen, Tasten, Schmecken und Spüren im Körper. Sie ist geprägt durch den bisherigen Lebensweg des Menschen. Das Erlebte beeinflusst die Ausrichtung der Aufmerksamkeit. Hierbei ist die erste Begegnung mit einem Thema, einem Menschen, einer Sache, einer Information entscheidend. Je unbewusster diese erste Begegnung geschieht, umso stärker bestimmt sie den weiteren Umgang mit einem Sachverhalt.

Wahrnehmung wird durch Veränderungen einer Situation, durch Bewegung, ganz allgemein Umgebungsreize ermöglicht und beeinflusst. Gegensätze und Kontraste sind hierfür Voraussetzung. Helles kann nur relativ zu dunkleren Bereichen erkannt werden. Ebenfalls bestimmt Geschwindigkeit die Wahrnehmung. Je abrupter ein Wechsel stattfindet, umso leichter und schneller wird er bemerkt. Dabei gilt hier das Prinzip der Bandbreite. Zu langsame und zu schnelle Veränderungen machen ab einer bestimmten Langsamkeit bzw. Geschwindigkeit die Wahrnehmung unmöglich. Anschauliche Beispiele sind das langsame Dimmen von Licht und der schnelle Bilderwechsel, der den Eindruck eines laufenden Films erzeugt.

Je wacher, wahrnehmender und aufmerksamer ein Mensch ist, umso umfassender und präziser wird er die umgebende Wirklichkeit wahrnehmen. Er wird in der Erinnerung leichter Phantasien und Vorstellungen von dem trennen können, was wirklich geschehen ist. Dennoch wird es im menschlichen Da – Sein immer so sein, dass nicht alles wahrgenommen und erinnert werden kann. Dennoch ist es überaus sinnvoll, die Sinne und ihre Wahrnehmungsfähigkeit zu schulen. Dies gibt dem Leben Fülle, Erfüllung und Zufriedenheit. Die wachsende Feinsinnlichkeit wird immer mehr große Freude aus kleinen Ereignissen gestatten.

Wesen
Es umfasst alle bewussten (EGO) und unbewussten Anteile Deiner individuellen Exis- tenzen. Und wenn Du an viele menschliche Vorleben glaubst (was physikalisch durchaus anzunehmen ist), dann sind die Erfahrungen daraus alle Teil des Wesens.

Wirklichkeit
Wirklichkeit ist das, was wirkt. Wirklichkeit beruht auf Naturgesetzen und Naturprinzipien, die definitionsgemäß immer und überall gelten müssen. Insofern kann es nur eine Wirklichkeit geben, die alle sichtbaren und unsichtbaren Phänomene umfasst. Der Mensch kann nur Teile der Wirklichkeit erfassen, denn jedes Ereignis und jeder Moment beinhaltet mathematisch gesehen unendlich viele Details. Es gibt viele Wahrheiten, jedoch nur eine Wirklichkeit.

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