Wann haben Sie das letzte Mal den Zufall entscheiden lassen?
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Selbst „belanglose Jobs“ haben einen tieferen Sinn

15. Februar 2017

Angelika ist eine Meisterin des Überlebens und ging mit oft „belanglosen Jobs“ unerschütterlich einfach weiter. Die Vielfalt der Tätigkeiten ist so beeindruckend wie ihre Unerschütterlichkeit. Mal war der Anstoß zur Neuorientierung der Verlust des Arbeitsplatzes, mal ihre rheumatischen Beschwerden oder ihre drängende Sehnsucht nach etwas Neuem, Erfüllendem. Heute sagt Angelika: „Anzeichen von Krankheiten, Unwohlsein, von beginnenden Wehwehchen sind immer ein Zeichen, dass das Leben so nicht funktioniert.“

Gerne wäre sie künstlerisch-kreativ tätig geworden. Stattdessen folgte sie dem Sicherheitsdenken ihres Vaters und studierte Betriebswirtschaft, um dann als Buchhalterin im Betrieb ihres Mannes zu arbeiten.

15 Jahre später wurde die Scheidung zum ersten großen Wendepunkt. Auf Empfehlung einer Bekannten arbeitete die nun alleinerziehende Mutter ohne Vorkenntnisse als Koloristin in einem renommierten Betrieb. Die Auflösung des Unternehmens führte sie zurück in die aus Studienzeiten bekannte gastronomische Tätigkeit. Ihr berufliches Leben machte erneut einen großen thematischen Sprung, als sie Assistentin in einer Unternehmensberatung für Existenzgründung wurde.

Wiederum änderte sich alles mit der freiberuflichen Tätigkeit für einen Lohnsteuerverein. Die Auflösung des Vereins und Verwerfungen in ihrem Privatleben wurden zum Sprungbrett für das nächste Thema. Mit einem Seminar zur Selbstfindung nahm sie Abschied vom Vergangenem. Als Sekretärin des Seminarleiters lebte sie fortan entfernt vom Familiensitz. An diese Episode schloss sich eine Reihe von Gelegenheitsjobs an, um sich „über Wasser“ zu halten. Zunehmende körperliche Schmerzen führten schließlich zur Diagnose Fibromyalgie.

Die Sehnsucht nach Einfachheit und die Vermutung ernährungsbedingter Schmerzen brachte sie erstmals in Kontakt mit der Simplonik. Sie entschloss sich zur Stoffwechselrenaturierung. Das war das Ende ihrer rheumatischen Beschwerden. „Die Begegnung mit Dr. Uli Mohr war ein Geschenk des Lebens an mich.“, so Angelika heute.

SAP-Beraterin sollte dann ihre nächste Aufgabe sein. Doch schon während eines langweiligen Word/Excel-Kurses keimte der Gedanke auf, „Das kann ich aber lebendiger…“. Fortan gab sie ohne berufliche Vorerfahrung eben diese Kurse und mit Freude.

Die Zeit als Verlagsassistentin und erneut EDV-Kursleiterin lassen wir beiseite. Die Vielzahl der frustrierten Frauen zog ihre Aufmerksamkeit an. Sicherlich war auch sie immer wieder mal orientierungslos, traurig und frustriert. Doch Aufgeben war für sie grundsätzlich kein Thema. Und hier liegt wohl eines ihrer Kerntalente. Gib Dich nicht auf, begeistere Dich immer wieder für das Leben, am besten für Dein eigenes. Dafür begründete sie einen eigenen Blog, ein neues Projekt, in dem sie mehr denn je mit Herzblut aufgeht (www.seiattraktiv.de – Sei wundervoll! Lebe wundervoll!).