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Telegram-Chef warnt vor totaler Überwachung

 

Telegram-Chef Pavel Durov warnt vor dem Totalverlust von Privatsphäre und freier Meinungsäußerung

Die Überwachung der Bevölkerung durch Regierungen wird immer lückenloser und dank moderner Technik sind dem ganzen kaum noch Grenzen gesetzt. Überwachungsmethoden, beispielweise aus der Zeit der Sowjetunion, erscheinen dagegen geradezu amateurhaft und hatten ihre Grenzen, allein schon aufgrund des Personalaufwands. Pavel Durov – Mitbegründer von Telegram – warnt eindringlich vor der fortschreitenden, flächendeckenden Überwachung aller Bürger in folgendem Video:

Warum der Telegram-Chef uns jetzt alle warnt

Telegram Überwachung

 

Totalverlust der Privatsphäre steht bevor

Als Mitgründer von Telegram ist davon auszugehen, dass Pavel Durov weiß, wovon er spricht. Der Totalverlust der Privatsphäre und die Unterdrückung jeder freien Meinungsäußerung werden glasklar thematisiert. Aktuell wird als Rechtfertigung für solcherlei Maßnahmen der Schutz von Kindern ins Feld geführt. Jedoch hat schon eine genauere Betrachtung des „Online-Safety-Acts“ der britischen Regierung offengelegt, dass es eigentlich um die Kontrolle des öffentlichen Diskurses geht.

Gesellschaftliche Titanic ohne Rettungsboote

Laut Durov müsste man dagegen schleunigst etwas unternehmen. Laut ihm befinden wir uns bildlich gesprochen auf einer Titanic ohne Rettungsboote, die bereits einen Eisberg gerammt hat. Konkrete Maßnahmen nennt er jedoch keine. So bleibt es letzten Endes bei dieser lapidaren Floskel, die gern unter alternativen Aufklärern verwendet wird.

Die Illusion von Demokratien

Seine Äußerungen zeigen klar, dass er an die Existenz von Demokratien glaubt, in denen das Volk mitentscheiden kann. Bei genauerem Hinsehen ist jedoch unschwer zu erkennen, dass Gesetze nur von Mächtigen beschlossen und durchgesetzt werden können und diese nur für das Volk gelten. Es ist daher nicht verwunderlich, dass er in Frankreich mit Methoden konfrontiert wurde, die an Sowjetzeiten erinnert haben. Die westlichen Staaten mögen sich als freiheitsliebende Demokratien vermarkten, sind im Kern aber ebenso streng nach hierarchischen Befehlsketten von oben nach unten strukturierte Herrschaftssysteme. Das vordergründige Bühnenbild ändert nichts daran, dass es immer nur von einer kleinen Clique Mächtiger gelenkte Diktaturen gab.

Die Person braucht Kontrolle

Regierungen greifen dabei lediglich das zunehmende Verlangen eines Großteils der Bevölkerung nach Sicherheit und Kontrolle auf und nutzen dies zum Zwecke der Sicherung ihres Fortbestands (Alles will überleben). Beispielweise statten viele Eltern selbst junge Kinder mit Smartphones aus, um diese jederzeit erreichen und orten zu können, ohne dass dies gesetzlich vorgeschrieben wäre.

Einziger möglicher Ausweg aus dem Dilemma

Der Ausweg daraus ist daher nicht in Demonstrationen gegen Überwachung oder dem Unterschreiben von Petitionen zu suchen. Es beginnt mit einer kritischen Betrachtung der eigenen Einstellung zum Leben. Inwieweit wird mein Alltag von Glaubenssätzen gesteuert, die darauf abzielen, Kontrolle über mein Leben zu haben und potenzielle Gefahren zu vermeiden? Denn genau darüber geschieht die Anbindung an dieser von Angst zerfressenen und nach Kontrolle gierenden Massengesellschaft, die jeden Funken eines erfüllten Lebens im Keim erstickt. Und so psychologisch folgerichtig nur in der Totalüberwachung und Entfremdung von der Natur enden kann.

Es sieht ganz so aus, als ob die Simplonik mit ihren Werkzeugen eine der wenigen – wenn nicht gar die einzigen sind, die den Weg raus aus dem letztendlich nur inneren Käfig aufzeigen und anleiten können.

 

 

Herzlich,

Patrick (Teilnehmer Simplonik-Kolleg)

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