Wann haben Sie das letzte Mal den Zufall entscheiden lassen?
Wann haben Sie das letzte Mal den Zufall entscheiden lassen?

Was ich öfter gefragt werde…

Warum lästerst Du eigentlich so viel? Waum bohrst Du, man könnte manchmal meinen gehässig in den mühsam bedeckten Wunden und Ängsten? Manche fragen auch, warum ich mich denn von den Schlechtigkeiten der Welt herunterziehen lasse und das auch noch an andere weiterreiche?

Die Antwort ist simplonisch einfach und ich bitte darüber ernsthaft nachzusinnen.

Im Leben geht es um Liebe. Das ist nichts Neues. Du kannst sie Gott nennen, Allah, Einheit, Manitou oder was sonst noch. Wesentlich ist, dass es um das EINE geht. Und wenn nun alles eins ist, wie es die Quantenphysiker mit neu erwachender Religiosität ehrfürchtig bejahen, dann kann nichts falsch und nichts böse sein. Das ist logisch, oder?

Folglich ist es wichtig, wenn Du Dich als religiöser (religio=rückbesinnender) Mensch verstehst, ganz gleich in welcher Einfärbung, dass Du Deine Bewertung von vermeintlich schlechten Dingen transformierst. Denn wie willst Du Einheit erfühlen, wenn Du nach Gut und Böse sortierst. Dich an den schönen Ereignissen zu erfreuen, fällt leicht.

Von den Schlechten wollen wir uns aber nicht runterziehen lassen. Das ist Kult seit Jahrtausenden und, wenn Du obige Logik nachvollziehen kannst, kompletter Unsinn. Schau hin, schau wirklich hin zu all den Schlechtigkeiten dieser Welt. Lasse Dich herunterziehen, weine Tränen, erst des Mitleids und dann erlöste des Mitgefühls. Erst wenn Gleich-gültigkeit entsteht und Du Kinderschänder, Mobilfunkmastenbauer und Mörder gleichermaßen umarmen könntest, dann wird Einheit für Dich erfahrbar. Doch der Weg dorthin führt durch das Jammertal des Hinschauens und Mitfühlens und wenn Du dabei alle Tränen dieser Erde weinst. Alles andere ist vordergründiges Flickwerk, so wie es seit Jahrtausenden als spirituelle Entwicklung vorgegaukelt wird. Es ist nun mal nicht mit Energieübertragungen, Fütterungsversuchen in Altenpflegeheimen und Guru-Tralala mit Einweihung getan. Erst wenn Du das brutale Gesicht der Liebe, denn ALLES ist Liebe, anschauen magst, erst dann öffnet sich das Tor zu wahrhaftiger Spiritualität.

Niemals ging es darum, die Dinge zu ändern. Immer geht es darum, wahrzunehmen. Wahrnehmen erlaubt Dir das Leben in allen Facetten zu fühlen, es zu durchleiden. Das Durchlittene wird gleich-gültig wie eine Lieblingsspeise, der Du überdrüssig geworden bist. Dann ändern sich die Dinge und zwar ganz von selbst. Es ist vollkommener Unsinn zu behaupten, nicht hinschauen und sich nicht runterziehen zu lassen, würde etwas verändern. Veränderung bringt allein die Auflösung von Gut und Böse Bewertungen.

Also schau hin, lasse Dich berühren, vergieß alle Tränen dieser Welt und Du wirst erleben, dass auf eigentümliche Weise diese Gleich-gültigkeit entsteht und nur dann fließt das Leben weiter. Ansonsten kreist Du als normaler oder spiritueller Zombie nur unentwegt weiter im Alten.