Warum werden Kinder krank, wie können sie gesunden?

Markus hat einige sehr wesentliche Verständnisfragen nach mehrmaliger Lektüre des Simplonik-Anwendungshandbuches gestellt, die ich gerne beantworte.

Lieber Uli, liebe Betty,

eine Thematik hab ich noch nicht ganz verstanden nachdem ich das Buch Simplonik jetzt zum 2x durch bin, ich hoffe ihr könnt mir dabei helfen dies besser zu verstehen.

Es geht um Krankheiten von Ungeborenen, Säuglingen, Babys und Kleinkinder. Ist es z.B. so das Neugeborene, welche mit Krebs oder anderen Krankheiten zur Welt kommen diese restlos durch die Probleme der Eltern (welche z.b. nicht gelöst worden sind) übertragen worden sind?

Das ist grundsätzlich richtig. Sie werden allerdings nicht übertragen, sondern sind eine Folge der konfliktbehafteten Beziehung zwischen Kind und Eltern.

Wenn das so ist heißt dies wohl auch das die Ungeborenen, Säuglinge und Kleinkinder nur nachhaltig durch das Lösen von Problemen der Eltern gesunden können??!!

So ist es.

Und wenn dies alles so ist, ab welchem Alter ist hier die Phase des Übergangs zu sehen wo die Kinder selbst durch ihre Handlungen, Einstellungen, Motive ….. die Krankheiten verursachen.

Hier liegt ein Missverständnis vor. Selbst ein Säugling „erzeugt“ sein eigenes Beschwerdebild aufgrund der Art und Weise, mit den vorhandenen Spannungen und Konflikten umzugehen. Es ist seine Art, sich mit der Umwelt auseinanderzusetzen, die absolut individuell ist. Die Spannung, die Eltern und Kind teilen, kann aber in diesem Lebensalter nur auf Seiten der Eltern zur Lösung geführt werden.

Das Kind ist in diesem Alter nur reaktiv auf die Aktionen/Umgangsweisen, die von Anderen kommen. Sobald dann rund um die Pubertät die Persönlichkeit als Schutzmantel und die Fähigkeit zur kritischen Prüfung von Situationen heranwächst, kann der Jugendliche in seinem Leben ebenfalls die Entspannung des Konfliktes anstreben.

Es gibt folgende grundsätzliche Verlaufsvarianten: 1. Ein Reaktionspartner löst die Spannung in seinem Leben, der andere bleibt unter Spannung. 2. Beide lösen das Problem jeweils in ihrem Leben. 3. Ein Reaktionspartner (Eltern) entspannt den Konflikt in seinem Leben und das Kind folgt passiv und unbewusst.

Durch die im Buch beschriebenen Ursachen mit Wertschätzung, Selbstbewusstsein, Selbstliebe, innere Konflikte und Sensibilität für die eigene Persönlichkeit.

Sensibilität usw. für die eigene Persönlichkeit (das Schutzschild des instabilen Menschen) und vor allem für den von Geburt an vorgegebenen Charakter.

Ein Säugling kann ja wohl noch kaum eine ausgeprägte Sensibilität der eigenen Persönlichkeit haben. Oder auch keine inneren Konflikte bzw die notwendige Handlung dazu!

Eine Persönlichkeit hat er noch nicht, nur einen Charakter.

Und zuletzt ist es als außenstehender Laie (ohne die von euch vermittelten und gelebten Kenntnisse) manchesmal nicht verständlich warum es bei manchen Familien so ist das Kinder krank werden obwohl es den Schein hat das sie ein zu diesem Zeitpunkt optimales Leben führen und andere Kinder gesund heranwachsen obwohl die Eltern viele Probleme, Sorgen und Ängste haben!

Alles liebe
Markus

Die unbewussten Gedanken, Gefühle und Glaubenssätze können das vollkommene Gegenteil des oberflächlich bewussten Daseins sein. Überdurchschnittlich fröhliche Familien sind oft überdurchschnittlich depressiv (der traurige Clown). Das muss natürlich nicht so sein. Die Freude könnte echt sein. Doch die Erfahrung lehrt, dass in einer unehrlichen, trostlosen und oberflächlichen Gesellschaft die echte Fröhlichkeit kaum zu finden ist. Diese setzt nämlich voraus, dass Menschen echt und ehrlich mit sich und ihren negativen Anteilen, Schwächen etc. umgehen können. Das ist meist nicht der Fall. Jeder versucht seine Schwächen und Makel vor sich selber und anderen zu verbergen (siehe Artikel „Der Vater aller Kriege, unentdeckt in Dir“).