Medizin: Der Sieg des Laborwertes über den Menschen

Recht oft bekomme ich Anfragen von verzweifelten Menschen, die keinerlei Beschwerden oder keine ernsthaften haben, aber von Ärzten mit schwerwiegenden Diagnosen bedacht wurden. Grundlage dieser medizinischen Behauptungen über die VERMUTETE Gefahr sind Laborwerte aus Körperflüssigkeiten, Röntgenbilder, Ultraschalluntersuchungen. Es ist eben alles das, was die moderne Medizin zu bieten hat, um die sogenannten Abweichungen von der Normalität zu erfassen und zu messen. Die Festlegung der Normalität ist hierbei ein mehr oder weniger willkürlicher Akt, der an mehr oder weniger willkürlichen Entscheidungen hängt:

1. Nur die Werte des wirklich gesunden Menschen könnten als Maßstab dienen. Doch gesunde Menschen gibt es seit Jahrhunderten in den modernen Gesellschaften praktisch nicht mehr. Schon jedes ältere Kleinkind ist übersäuert, also überspannt/verspannt.

2. Die „Gesunden“ der heutigen Zeit zeigen zudem eine erhebliche Streuung der gemessenen Werte. Viele Werte samt dranhängenden Mensch liegen weit ausserhalb der großen Menge der gemessenen Werte. Diese lässt man gleich der Einfachheit halber unter den Tisch fallen. Nicht weniger bedeutsam sind wissenschaftlich fragwürdige Tests wie beispielsweise der HIV-Test. Sehr viele nach heutigem Maßstab gesunde Menschen sind HIV positiv, ohne jemals zu erkranken.

3. Wie weit darf die Abweichung von der Bandbreite der Gesunden sein? Das ist ebenfalls eine willkürliche Festlegung

Völlig unbeantwortet bleibt die Frage, ob die Abweichungen von der Normalität eine Krankheit sind. Dieser Frage geht man geschickt aus dem Weg. Ebenso geht man der Tatsache aus dem Weg, dass die Ergebnisse all dieser Untersuchungsmethoden am Ende nichts anderes sind als Interpretationen. Sie sind Vermutungen hinsichtlich einer eventuellen Bedrohlichkeit, die in der Zukunft liegt.

Es mag sein, dass man eine Raumforderung (Tumor) im Ultraschall erkennt. Doch ob dieser Tumor einen Behandlungsbedarf mit sich bringt, lässt das Bild nicht erkennen. Es ist eine Momentaufnahme, die über den Verlauf überhaupt nichts aussagen kann. Im mindesten Falle müsste man über angemessene Zeiträume erneut untersuchen, um anhand des Verlaufes sinnvoll zu entscheiden. Auch das wird nicht getan. Stattdessen geht es mit Vollgas in die „vorsorgliche“ Therapie.

Die tragische Folge sind verängstigte Menschen, die oftmals sogar erst wegen ihrer Angst krank werden. Das müsste nicht so sein, wenn die Mediziner weiterhin das täten, was wenigstens vor 30 Jahren noch üblich war. Untersuche den Körper des Hilfesuchenden, sprich mit ihm, erfühle ihn und erkenne seine Gemütsverfassung. Gewinne einen Überblick über seine aktuelle Lebenssituation. Und erst auf dieser Grundlage ist es möglich, seriös Laborwerte und alle anderen diagnostischen Hilfsmittel zum exakteren Verständnis der tatsächlichen Situation zu verwenden.

Dies macht man nicht mehr, wie gesagt. Man ignoriert die Vieldeutlichkeit, die Vielzahl der Auslegungsmöglichkeiten eines Laborwertes oder eines Röntgenbildes. Patienten werden in eine Zahlen-Diagnosen-Schublade gesteckt, koste es, was es wolle.

Nicht weniger tragisch ist es, dass Mediziner noch niemals größere Zusammenhänge gelernt haben. Es ist geradewegs das Gegenteil der Fall. Seit Jahrzehnten reduziert sich die medizinische Ausbildung immer mehr auf das Erlernen von Details. Diese können stimmen und sind dennoch wertlos. Ohne einen erkennbaren Zusammenhang ist jedes Detail wertlos.

Niemals wird man das Puzzle einer menschlichen Lebenssituation auf diese Art und Weise zu einem verständlichen Gesamtbild zusammensetzen können. Multiple Choice Prüfungen und die dazugehörige Art des stupiden Auswendiglernens hinterlassen ihre Spuren. Kreuzchen machen in der Ausbildung. Die etwas größeren Kreuzchen stehen auf den Gräbern der Toten, die das System fordert. Geschätzte 20.000- 50.000 Therapietote allein in der BRD.

Wer das bezweifelt, schaue auf die Seiten des Deutschen Statistischen Bundesamtes. Dort ist das Scheitern der modernen Medizin und auch der Naturheilkunde vielschichtig und umfangreich dokumentiert.

Durchschaue den Wahnsinn. Doch folge Deiner Angst und Deinem Glauben, selbst wenn Du Dich damit in die Mühlen eben dieses Systems begibst. Überlebst Du das, befasse Dich mit Simplonik, werde wach und kompetent. Nichts ist unheilbar, alles ist lösbar, wenn Du Dich vom Leben und Deinen Problemen bewegen und verändern lässt.

Wie sagte der Prophet von Khalil Gibran über die Liebe so erschreckend und zugleich so schön:

…Und glaube nicht, Du kannst den Lauf der Liebe lenken, denn die Liebe, wenn sie Dich für würdig hält, lenkt Deinen Lauf. Liebe hat keinen anderen Wunsch, als sich zu erfüllen. Aber wenn Du liebst und Wünsche haben musst, sollst Du die dies wünschen: Zu schmelzen und wie ein plätschernder Bach zu sein, der seine Melodie der Nacht singt….

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